Starke Aussagen

8-Mar-2017

 

Während auf den internationalen Catwalks in New York, London, Mailand und soeben in Paris ein Feuerwerk an Designer-Kollektionen präsentiert wurde, erlebt der stationäre Handel schwierige Zeiten. Online läuft es da schon besser – bei denen, die dem Kunden ein sorgfältig ausgewähltes Produktportfolio bestenfalls noch mit entsprechenden Stylingvorschlägen anbieten.

Während in den Geschäften der Einkaufsstraßen überall ein meist einheitliches Bild gemäßigter wie funktionaler – auf Sicherheit konzentrierter – Styles präsentiert wird, zelebriert Allessandro Michele für Gucci  eine Fortsetzung seines bisher erfolgreichen Dekorations-Overcharge. Und während bei Gucci und Dolce&Gabbana die Lust auf Exzentrik auf die Spitze getrieben wird,  fokussieren andere auf Feminismus oder maskuline Strenge – wie zum Beispiel Maria Grazia Chiuri für Dior und auch Haider Ackermann. 

 

Mode zeigt sich politisch

 

Gerade heute geht es wieder – wie in der aktuellen Weltpolitik – auch in der Mode um das Verteidigen von Werten und Rechten. Protest und politische Botschaften – Immigrants und Einreisegesetz, Feminismus und Frauenrechte sind Themen, die derzeit auf Kleidung zu Wort kommen.

„Equalty“, „Loyality“ „Unity“ und „Power“ bei Versace, Pussy-Hats bei Missoni. Feminismus-Statements in New York, London, Mailand und Paris.  „The future is female“ bei Prabal Gurung, und auch bei Miuccia Prada, in den Siebzigern selbst Frauenrechtlerin, kann man etwas Politisches hineininterpretieren.  

 

Gedruckte Statements auf Mützen, Taschen und Bekleidung. Die globale Fashion-Community setzt auf Identifikation und Zusammenhalt. Es geht um Gleichberechtigung, Rechte und Freiheit ­– nicht als temporärer Trend, sondern kontinuierliche Bewegung.

Da wird die Attraktivität von Mode und damit verbundene Aufmerksamkeit genutzt für den Ausdruck zeitkritischer Meinung, um durch Identifikation auf emotionale Begehrlichkeit zu zielen. Da wird auf den internationalen Catwalks ein Werteverständnis reflektiert, was politisch immer noch nicht selbstverständlich ist.

 

Farbe oder Exzentrik oder Konzentration auf die Form – die Macht politischer Statements und die Freiheit fantasievoller Expression – wo wenn nicht im Kreativen ist so viel Vielfalt gefragt? Doch um sich erfolgreich im Markt durchzusetzen, braucht es deutliche Statements – verbunden mit einer starken Marken-Identität.

 

 

 

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